Beiträge von Kane Nod

    Hallo zusammen, ich bitte mal alle darum, ihr Feedback (was offensichtlich fast nur schlechtes in sich hat) hier zu posten. Ich werde morgen Abend bei der Nachbesprechung der AAB für die Operation Horizon und würde mich über Details und Beispiele freuen, die ich dort anmerken und zu Wort bringen kann. Je mehr Feedback es gibt, desto besser für mich für morgen Abend.

    Ich fange hier mal an:


    Werbung für die Mission

    Das 12 Stunden Event hatte scheinbar überall wo es nur geht Werbung gemacht. Das wurde unbestreitbar gut erledigt. Es gab jede Menge Threads in Foren, sowie Bilder, Mundpropaganda, Gespräche zwischen den Clans, etc. Die Mission sollte ja eine große Anzahl an Spielern beherbergen.



    Story

    Die Idee der Mission, als Teil der Nato mit der Bundeswehr und der US-Army mit Hilfe des Bundesheers ein Land zu stabilisieren und einen Krieg zu verhindern, war gut. Es war ein fiktives, glaubwürdiges Szenario, welches allerdings dazu verdammt war, zu eskalieren und somit einen Krieg auf der Insel zu entfachen. Dazu wurden bereits mündlich in der Nachbesprechung Tipps gegeben. Die zwei Fraktionen wurden beschrieben, das Aussehen erläutert und die Kampfkraft, bzw. die Fahrzeuge, Panzer, etc. aufgezählt. Allerdings hat sich das schnell im Spielverlauf geändert. Denn urplötzlich werden anstatt den passenden RLA-Einheiten irgendwelche CSAT oder russische - Einheiten gespawnt. Der Feind, welcher offenkundig eher aus Guerillakämpfern bestehen sollte, hatte auch keine sobesagten "Technicals", sondern zusätzlich BMT's und Kampfpanzer. Beim Kampfpanzer handelte es sich auf einmal um den hochmodernen T100 Varsuk der CSAT, welcher uns mies vor die Nase gesetzt wurde, kalt im Thermalvisier des Panzers war und durch unsere Panzer geschossen hat, wie durch Butter. Die Fraktionen hatten somit nicht ansatzweise die Fahrzeuge, die im Briefing beschrieben wurden.



    Techcheck

    Ein Techcheck für eine solche Mission sollte früh angesetzt sein. Geplant war scheinbar ab dem 18.4 bis zum 1.5. Als einige von uns zu Beginn der Woche des Events den Techcheck machen wollten, war die Mission allen anschein nach nicht fertig gebaut. Somit gab es auch keinen Techcheck. Als am Freitag endlich der erste Test gemacht werden konnte, gab es Probleme mit der Basis. Das alles konnte dann erst mit einem kleinen Repoupdate am selben Tag des Events kurz vor knapp getestet werden. Außerdem musste man eine kleine Datei laden, die nicht im Repo von Arma 3 Sync war, sondern wurde scheinbar per Teamspeak verteilt. Folglich war die Plannung hierbei nicht gut.



    Slotliste

    Die Idee mit den Dienstblöcken war interessant. Allerdings war die Umsetzung nicht sonderlich gut. Beziehungsweise wurden beim Schichtwechsel all unsere Fortschritte von der Karte getilgt, da wir zurück zur Basis mussten. Durch Zeus waren dann an allen bereits gesicherten Positionen wieder Feinde unterwegs. Eigene Kontrollpunkte waren mit feinden bestückt. Laut Slotliste gibt es keinen einzigen offiziellen Piloten. Und für die Logistik hieß es nie, dass sie fliegen müssen. Aber scheinbar sollten die Logistiker wohl gleichzeitig CAS und Medevac fliegen. Das war nicht gut überlegt. Wenn Piloten im Spiel sind, sollte man Pilotenslots einbauen. Die gehen weg wie warmes Brot. Es musste nach 30 Minuten der erste Pilot ausgelost werden, damit überhaupt irgendwer fliegt. JTAC war völlig überflüssig.



    ArmA3Sync-Modset / Steam-Modset

    Die Mods konnte man sich über ArmA 3 Sync oder Steam herunterladen. Allerdings ist Steam keine gute Idee, da im Falle eines Updates nicht gewährleistet werden kann, dass alle die selbe Version der Mods haben. Im Fall von ArmA 3 Sync kann man spontane Updates getrost ignorieren. Außerdem war das Steam-Modset so wie es aussah nicht vollständig. Zudem waren einige Mods überhaupt nicht notwendig, da diese nur beim Missionsbau eine Role spielten und nach benutzung niemand hätte laden müssen. Die hatten keine Serverabhängigkeit. Außerdem waren mehrere große Mods wie CUP / ganz RHS / Bundeswehr. Meine Vermutung ist, dass der Missionsbauer einfach alle Mods irgendwie verbaut hat und am Ende nicht herausfinden wollte, was genau er verbaut hat und was nicht (Wobei man das schnell herausfinden kann). Somit wurde einfach alles mit in das Repo genommen.



    Ingame-Chat wurde während der Mission zugemüllt?

    Während meiner Zeit in ArmA-Milsim Missionen habe ich es kaum erlebt, dass der Ingame-Chat benutzt wurde. Doch in dieser Mission wurde nach Teamspeak Passwörtern gefragt, sich über das Wetter beschwert, haben sich die bewusstlosen somit mit den Lebenden unterhalten, etc. etc. Das war doch kein Publicserver, in dem jeder rein kann und sich ohne Teamspeak mit dem Ingamechat verständigen muss!?



    Battleeye

    Das ganze Event wurde als COOP-Modus veröffentlicht. Also kein TvT. Zusätzlich gab es ein Serverpasswort. Warum also sollte man Battleeye mitstarten? Bei COOP macht es absolut keinen Sinn, irgendwelche weiteren Mods mitzustarten, da die ArmA sowieso nur langsamer machen, was bei der FPS nicht wirklich schön war. Battleeye selbst hat den Server zusätzlich noch verlangsamt, da das vom Server ja auch verarbeitet werden musste. Das hätte man sich somit auch sparen können.



    Addoneinstellungen

    Die Addoneinstellungen waren das pure Chaos. Sowohl am Anfang, als auch nach 6 Stunden (es wurde spontan versucht, die Addoneinstellungen anzupassen) wurde nur Müll eingestellt. Die Medicsystemeinstellungen waren auf Instanddeath, anfangs ist man schnell verblutet, man konnte nicht nähen und die Wahrscheinlichkeit aufzuwachen war nur auf 14%. Die Nachtsichteinstellungen wurden nicht mal angefasst. Deren Standartwerte führen dazu, dass man Nachts die Hand vor Augen nicht sieht. Und es wurde sicherlich nicht Nachts die Mission getestet. Generell wurden clientseitige Einstellungen wie die Sichtweitenbegrenzung auf bestimmte Werte erzwungen (wie 5km Sichtweite). Die Ausdauereinstellungen wurden nicht angeschaut. Ausgebildete Soldaten sollten mehr als nur 10 im Lauf mit Gepäck schaffen. Wurde im späteren Verlauf nicht besser.



    Offenes Arsenal

    Es gab keine vorgefertigten Loadouts für die Mission. Die Loadouts sollten mindestens das Notwendigste dabei haben, wenn man sie nicht komplett fertig baut. Es gab zwei offene Arsenal für 100 Spieler. Somit ist jeder darauf zugelaufen und hat sich einfach bedient. Danach wurde alles überflüssige einfach auf den Boden geworfen, was den Server noch mehr belastet hat. Das sollte unbedingt vermieden werden. Durch das Arsenal herrschte auch ein Mischmasch an Waffen, Funkgeräten und Uniformen. Nutzt ein begrenztes Arsenal und setzt einen Rahmen für die Möglichkeiten.


    Die eigene Basis

    Wenn man eine Basis bauen will, gibt es 2 optionen. Entweder man nimmt sich eine bereits vorhandene Basis auf der Karte und baut diese aus oder man sucht sich eine leere Stelle und baut dort etwas auf. Theoretisch gibt es auch ein Modul in ACE, mit dem man Objekte ganz leicht ausblenden lassen kann. Aber man hat sich scheinbar für den schwersten Weg entschieden. Unsere Basis war bis zum Samstag zusammen mit einem Industriegebiet gemischt, welches auf der Karte stand. Dazu kommt, dass die Basis bis zum Rand hin mit Fahrzeugen platziert war, die sehr sehr eng aneinander standen und im Laufe der Mission dann zu Explosionen, Chaos und Toten geführt hat. (Hier Twitch) Man hätte eine vorhandene Basis nehmen sollen, diese umbauen und die Fahrzeuge nicht Milimeter an Millimeter aneinander stellen sollen. Außerdem hätte man die Ambientegegenstände auch weglassen sollen. Bei einer COOP 100 sollte man so wenig wie möglich auf der Karte verbauen, damit die Leistung des Servers gut bleibt.



    Plötzliche Wetter- und Uhrzeit-änderungen

    Im Zweiten Dienstblock, nach nicht mal 6 Stunden wurde es bereits dunkel. Dank Zeus. Denn anstatt die Zeit so zu lassen wie sie ist und erst den letzten Dienstblock Nachts agieren zu lassen, wurden die Wettereinstellungen und die Zeit beeinflusst. Erst wurde plötzlich die Zeit umgestellt und dann die Zeit beschleunigt. Nachts hat es dann durch ArmA angefangen zu regnen, was die FPS noch weniger werden hat lassen. Dazu kam etwas Nebel und die ACE Nachtsichteinstellung. Dann hat Zeus nicht hinbekommen, es wieder Tag werden zu lassen und so vergingen Ingame kurz gefühlt 72 Stunden, bis es wieder Tag wurde. Zeus sollte die Finger von sowas lassen. Generell sollten Wetter und Zeit fest geplant sein.



    Roleplay

    Es gab einige Zivilisten, die Roleplay in die Mission bringen sollten. Man hätte viel daraus machen können. Es hätte gute Gelegenheiten gegeben. Allerdings bestand das ganze daraus, dass ein Zivilist mit einem Fahrzeug von vorne oder hinten mit einem Fahrzeug durch das Kriegsgebiet angefahren kommt, bei der Sichtung aussteigt, den Q/E Dance macht und dann die Hände über den Kopf legt, bis er merkt, dass jemand zu ihm kommt. Dann werden die Hände herunter genommen, es wird irgendetwas erzählt, dann zieht er sich im Optimalfall noch aus und sitzt dann nackt da, bis er entweder einfach geht oder erschossen wird, weil er eine Waffe hat. Oder man rennt auf bewaffnete Menschen, die Warnschüsse abgeben zu, ohne stehen zu bleiben und wundert sich dann, dass man erschossen wird. Das sollte man unbedingt unterlassen. Man hätte bei den Kontrollpunkten so viel machen können. Aber scheinbar wollten die Roleplay-Einheiten den Kampf aufsuchen anstatt zu reden.


    Zivilisten

    Das war einer der Dinge, die am meisten Zeit verschwendet haben. Alle 10 Minuten kam vor oder hinter dem Konvoi ein Fahrzeug auf der Straße an, weshalb der Konvoi stehen bleiben musste. Es war nicht gut gemacht, es war Zeitraubend. Wir sind in 4 Stunden gerade mal zum ersten Kontrollpunkt gekommen.



    Technische Leistung

    Das hat wahrscheinlich allen den Spielspaß geraubt. Die FPS Probleme, die ständigen Abstürze von TS und ArmA, die Auslastung von Arbeitsspeicher durch den TS. Das alles hätte man mit viel testen und Arbeit und Hilfe behoben bekommen. Aber hauptsache, man kann schnell eine Mission irgendwie spielen.



    Basis bombardieren

    Das war das größte NO-GO. Bereits im ersten Dienstblock wurde unsere Basis von der RLA, die es "irgendwie" blitzschnell geschafft hat unsere Basis ausfindig zu machen und Mörser dahin zu transportieren, mit 82mm Mörsergranaten beschossen. Trotzdem sind Fahrzeuge in der Basis explodiert und Spieler sind gestorben / wurden verletzt. Dann herrschte Chaos und es kamen keine Befehle mehr von der Führung zur Front durch, da jeder mit der Verteidigung beschäftigt war und diese durch sehr wenig FPS unmöglich war. Es kamen außerdem keine Soldaten mehr zur Front. Somit wurde der komplette Spielvorgang behindert und es ging nichts mehr weiter. Man sabotierte somit die eigene Mission und deren Spielverlauf.



    Funk und Kommunikation

    TFAR hat uns bei dieser Mission ziemlich Probleme bereitet. Man hörte die Mitspieler sehr schlecht, sofern man nicht die maximale Rufreichweite eingestellt hat und somit jeder durcheinandergeredet hat, da man sie überall gehört hat. In Fahrzeugen war es ohne Funk unmöglich, die Passagiere zu hören. Der Funk für so ziemlich alles verlief über 50 Ecken, sodass Aufträge erst nach gefühlt einer halben Stunde angefangen oder erledigt wurden. Außerdem hat TFAR im Laufe der Mission viel Arbeitsspeicher gefressen, weshalb es bei einigen zu Crash's kam. Diese wollten dann in den TFAR Channel zurück, wurden aber nicht automatisch in den Channel bewegt. Somit musste jeder (Im Ingamechat) nach dem Passwort fragen. Dazu kommt, dass immer wieder Leute mit Hintergrundgeräuschen ungemutet und ohne aktives TFAR in den Channel gingen und somit 80 Leute diesen Spieler in ihren Ohren hatten.



    Zeus

    Das war der größte Knackpunkt. Es sollte eine COOP werden. Allerdings verwandelte es sich schnell in ein Spieler gegen Zeus Szenario. Egal, wohin man ging und was man machte. Wo man auch sicherte und Bereiche abgesucht hatte, es spawnten überall feindliche Einheiten durch Zeus. Man fährt die Straße von Norden nach Süden und sichert dabei die Straße und die umliegende Umgebung. Keine 3 Minuten später sind auf der selben Straße zwischen Konvoi und Medics feindliche Einheiten Die große Kunst als Zeus ist es, so zu platzieren und zu arbeiten, dass man nicht weiß, dass es Zeus ist. Allerdings war das Event ein Paradebeispiel für das Gegenteil. Hier hat sich der Zeus auf Kosten von ca. 80 Spielern amüsiert. Kurz und knapp kann man sagen, dass die Leistung des Zeus' schlecht war und es viel zu lernen gibt. Es dem Spieler so schwer wie möglich machen, trotz dieser ganzen technischen Probleme, ist frustrierend für die kämpfenden Spieler. Der Zeus muss sich einfach an das Briefing versuchen zu halten.



    Missionsdateien

    Für eine Mission von solch großem Ausmaß ist nichts in dem Missionsordner vorhanden, außer die Init und Serverinit, das EOS-Script ( welches zum Spawnen von KI benutzt wird und bei großen Missionen mit viel Feind nicht gerade Performancefreundlich ist) und Engima (Das scheinbar Zivilisten und Zivile Fahrzeuge auf der Karte spawnen soll und wie es aussah nicht funktioniert hat..Noch mehr Zeug für die wenigen FPS). In der Init steht außer Befehle für EOS und Engima nichts drinnen. Kein festgelegter Spawn, nichts. In der InitServer.sqf sind scheinbar Loadouts für Russen oder auch die RLA festgelegt. Es gibt auch keine Description.ext. Folglich gehe ich stark davon aus, dass der Missionsbauer kaum Erfahrung hat, nur das Zeug im Editor benutzt hat und somit keine Ahnung über Performance in ArmA missionen hat.


    -Ende-

    2. Technik

    Hier kommen wir leider zur Crux des ganzen. Die Performance der Mission war ab der Stadt echt grenzwertig. Allerdings war die Karte von Beginn an schon mit Frameeinbrüchen gesegnet.

    Also Vorschlag wäre hier zu sagen, dass die ACE Sichtweitenbegrenzung nicht von vornherein auf z.B. 7000 Meter Infanterie eingestellt werden sollte. Gut war, dass in dem Modul jeder seine Werte selbst einstellen konnte. Die voreingestellten Werte waren aber für diese Karte over the top. Ich denke das einige Leute auch garnicht WIssen, dass sie dort noch einige Hebel bzgl. Performance drehen können.

    Christovur Die Sichtweiteneinstellung von ACE waren gestern deaktiviert. Und bei einigen gab es unterschiedliche Werte, die dann übernommen wurden. Ich hatte z.B. 1,5 km maximale SIchtweitenbegrenzung und egal was ich umgestellt habe, es blieb so. Andere hatten 4 bis 5 km Sichtweitenbegrenzung. Die ACE Sichtweite sollte immer aktiviert sein.


    Montie Grundsätzlich ist die maximale Sichtweitenbegrenzung bei 7 km, was auch in Ordnung ist. Was standardmäßig als Sichtweiteneinstellung für Infanterie/Fahrzeuge/Flugzeuge eingestellt ist wird nirgendwo festgelegt. Gestern wurden zwar nicht die Standarteinstellungen der Addons übernommen, aber jeder konnte frei einstellen, wie weit er sehen möchte (bis 7km) und das war denke ich nicht vorgegeben.